Mitternachtssonne bei Inari /Nordfinnland   Foto: Andreas Mühl

Mentales Immunsystem stärken
 

So wie unser Körper mit einem stabilen Immunsystem gute Chancen hat, Krankheitszeiten und Epidemien schadlos zu überstehen, so braucht auch unsere mentale Seite – die Psyche und die Seele – ein intaktes Immunsystem, um Krisen und sorgenvolle Phasen besser zu verkraften und zu meistern.

 

Wie ein gesunder Körper, so muss auch ein gesunder Geist gut ernährt und regelmäßig bewegt werden. Zuversicht kann zum Beispiel als gute Nahrung dienen und Perspektivenwechsel kann die Beweglichkeit fördern.
Zudem gehört es zu einem verantwortlichen Leben, sich so gut wie möglich vor den mentalen Krankheitserregern, den „Kognikokken“  (dem Zuviel an schlechten Nachrichten und krankmachenden Überzeugungen) und den „Emokokken“ (den schlechten Stimmungen in uns
und um uns herum) zu schützen...

 

Das bedeutet nicht, dass wir alle Sorgen ausblenden oder weglächeln sollen. – Es bedeutet: Je mehr Schweres wir zu verarbeiten und zu meistern haben, umso wichtiger ist es, sich für das zu öffnen, was die mentale Seite stärkt. Das mag für jeden Menschen etwas anderes sein; wir können uns darin üben, unsere Sinne für die Dinge zu schärfen, die uns mental entspannen, wir können unsere Augen und Ohren offen halten und regelrecht einen Riecher entwickeln für das, was Zuversicht gibt.

Denn unsere Sorgen – so berechtigt sie sind – sorgen oft dafür, dass wir in einen angespannten Zustand und damit in einen Tunnelblick geraten, der uns „schwarzsehen“ lässt. In diesen Situationen brauchen wir umso dringender offene Kanäle, über die wir Zuversicht tanken. Damit können wir dem Stress, der durch die Sorgen entsteht, ein Gegengewicht an die Hand geben und in Balance bleiben. So gelingt es uns besser, Situationen aus unterschiedlichen Perspektiven zu betrachten und  kreative Lösungen für unsere Probleme zu entwickeln.

 

Geben Sie gut Acht auf sich – vor allem in schwierigen Phasen und in Krisenzeiten!

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